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WhatsApp-Preise: Was sich am 1. Oktober 2026 ändert

Service-Nachrichten werden ab 1'000 pro Monat kostenpflichtig, und als Antwort gesendete Utility-Nachrichten sind nicht mehr gratis. In der Schweiz bleiben die Preise gleich: Es fällt weg, was bisher kostenlos war.

Jérôme Amoudruz
·
4. September 2026
·
6
Min. Lesezeit
WhatsApp-Preise: Was sich am 1. Oktober 2026 ändert
4. September 2026

Die in diesem Artikel genannten Preise entsprechen der Meta-Preisliste zu diesem Datum. Meta passt sie an und kündigt Änderungen einen Monat im Voraus an: Dieser Artikel bleibt der Referenzpunkt für seinen Zeitraum und wird nicht aktualisiert.

Aktuelle Preisliste im Kostenrechner ansehen →

Meta hat am 27. Mai 2026, mit vier Monaten Vorlauf statt des üblichen einen Monats, drei Änderungen an der Abrechnung von WhatsApp Business angekündigt, die am 1. Oktober 2026 in Kraft treten. Für ein Schweizer Unternehmen lässt sich das Wesentliche in einem Satz sagen: Ihre Preise bleiben gleich, aber ein Teil dessen, was bisher gratis war, wird kostenpflichtig.

Die drei Änderungen

Service-Nachrichten werden kostenpflichtig. Bisher kostete es nichts, einem Kunden zu antworten, der Ihnen geschrieben hat, unabhängig vom Volumen. Ab dem 1. Oktober verrechnet Meta diese Nachrichten zum selben Preis wie Utility- und Authentifizierungsnachrichten, Markt für Markt, mit einem Freikontingent von 1'000 Service-Nachrichten pro Geschäftsnummer und Monat.

Als Antwort gesendete Utility-Nachrichten werden wieder kostenpflichtig. Seit Juli 2025 war eine Utility-Nachricht gratis, wenn sie bei geöffnetem 24-Stunden-Service-Fenster gesendet wurde (zum Beispiel eine Versandbestätigung nach einer Kundenfrage). Diese Befreiung fällt weg. Das ist die gewichtigste Änderung und zugleich die am wenigsten sichtbare.

Neun Märkte verlassen ihre Preisregion. Bangladesch, Irak, Kasachstan, Kuwait, Marokko, Nepal, Oman, Sri Lanka und die Ukraine verlassen ihre Zone «Rest of» und erscheinen künftig einzeln in den Preislisten, mit eigenen Preisen. Kein Markt in Westeuropa ist betroffen.

Für die Schweiz bleiben die Preise gleich

Die per 1. Oktober angekündigten Preiserhöhungen betreffen Marketing in Kuwait, Mexiko, Marokko, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, im übrigen Nahen Osten und im übrigen Asien-Pazifik-Raum. Bei Utility und Authentifizierung steigen die Preise in Kasachstan, Kuwait, Marokko, Oman, Pakistan, Peru, Südafrika und der Ukraine, in Bangladesch, Irak, Nepal und Sri Lanka sinken sie.

Die Schweiz taucht in dieser Liste nirgends auf. Sie ist bei Meta auch kein eigener Markt: Nummern mit +41 gehören zur Zone Rest of Western Europe, zusammen mit Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Irland, Norwegen, Portugal und Schweden. Eine Utility-Nachricht kostet dort € 0.0142, eine Marketing-Nachricht € 0.0490. Diese Beträge ändern sich am 1. Oktober nicht.

Was sich ändert, ist der Umfang dessen, was verrechnet wird.

Ein Rechenbeispiel

Nehmen wir einen Schweizer Onlinehändler, der Schweizer Kunden schreibt. Er versendet jeden Monat 2'000 Marketing-Nachrichten und 6'000 Utility-Nachrichten (Bestellbestätigungen und Versand-Updates), von denen die Hälfte bei offenem Gespräch gesendet wird, und beantwortet 4'000 eingehende Nachrichten.

PostenMonatliches VolumenBis 30. SeptemberAb 1. Oktober
Marketing2'000€ 98.00€ 98.00
Utility6'000, davon 3'000 im Service-Fenster€ 42.60€ 85.20
Service4'000gratis€ 42.60
Total€ 140.60€ 225.80

Die Rechnung steigt um € 85 pro Monat, also um 61 %, ohne dass sich ein einziger Preis geändert hätte und ohne eine einzige zusätzliche Nachricht. Aufs Jahr gerechnet beträgt die Differenz über € 1'000. Und betrachtet man nur den dialogbezogenen Anteil (die Utility-Nachrichten als Antwort und die Service-Nachrichten), steigt er von € 42.60 auf € 127.80: Er verdreifacht sich.

Wer betroffen ist und wer nicht

Ein Unternehmen, das WhatsApp ausschliesslich für ausgehende Kampagnen nutzt, merkt nichts. Marketing ist nicht betroffen und war es bei diesen Befreiungen auch nie.

Betroffen sind hingegen alle Unternehmen, deren Volumen von eingehenden Anfragen bestimmt wird: Kundenservice, Bestellverfolgung, Terminvereinbarung, Reservationen. Je mehr Ihr Kanal wie ein Gespräch funktioniert und je weniger wie ein Broadcast, desto teurer wird die Änderung für Sie. Das ist etwas paradox, denn genau diese Nutzung hat Meta zwei Jahre lang gefördert.

Was Sie bis dahin tun können

Zählen Sie Ihre Nummern. Das Freikontingent von 1'000 Service-Nachrichten gilt pro Geschäftstelefonnummer, nicht pro Konto. Ein Unternehmen mit drei Nummern (eine pro Marke, eine pro Land, eine für den Kundendienst) verfügt über 3'000 Gratis-Nachrichten pro Monat. Das ist die erste Zahl, die Sie in Ihrer Konfiguration prüfen sollten.

Messen, bevor es teuer wird. Nur wenige Unternehmen wissen, welcher Anteil ihrer Utility-Nachrichten in einem offenen Service-Fenster versendet wird, denn dieser Anteil war bisher gratis und tauchte deshalb nicht auf der Rechnung auf. Ab Oktober wird er sichtbar. Schauen Sie ihn sich jetzt an.

Kostenlose Einstiegspunkte pflegen. Ein vollständig kostenloses 72-Stunden-Fenster öffnet sich, wenn ein Kunde Ihnen über eine Anzeige, die zu WhatsApp führt, oder über den WhatsApp-Button einer Facebook-Seite schreibt. Diese Befreiung bleibt unverändert und ist damit der einzige Mechanismus, der eine Rechnungsposition vollständig wegfallen lässt, über alle Kategorien hinweg.

Unnötiges Hin und Her reduzieren. Ein Ablauf, der eine Anfrage mit drei statt sieben Nachrichten erledigt, kostete gestern gleich viel. Morgen wird er günstiger sein.

Wie wir das geprüft haben

Diese Informationen stammen aus der Entwicklerdokumentation von Meta, Rubrik «Pricing updates», abgerufen am 4. September 2026. Die Preislisten per 1. Oktober sind dort bereits veröffentlicht.

Die in diesem Artikel genannten Beträge entsprechen der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gültigen Preisliste. Für eine Schätzung mit Ihren eigenen Volumen und den aktuellen Preisen der 38 Meta-Märkte wendet unser Kostenrechner die Regeln per 1. Oktober bereits an.

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Berechnen Sie Ihre tatsächliche Meta-Rechnung →

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Porträt von Jérôme Amoudruz, Mitgründer von Sandra
Jérôme Amoudruz
4. September 2026
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